
Robust. Wirtschaftlich. Zukunftsfähig: Gigawattpakt-Convention bringt Gestalter der Energiezukunft im Rheinischen Revier zusammen
Bedburg, 14.07.2026. Auf der ersten Gigawattpakt-Convention wurde deutlich: Der Ausbau der Erneuerbaren Energien sichert nicht nur die Stromversorgung von Unternehmen und Haushalten. Lokal erzeugte und verfügbare Energie wird perspektivisch auch zu einem immer wichtigeren Faktor für Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit. Anhand von Fachvorträgen, Projektpitches und einer Paneldiskussion beleuchteten Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft im Schloss Bedburg, wie die Energiewende im Rheinischen Revier erfolgreich weiter vorangebracht werden kann.

Zukunftsregion Rheinisches Revier: Erneuerbare Energien als Wertschöpfungsfaktor
Die unterschiedlichen Akteure der Gigawattpakt-Convention blicken zuversichtlich auf die Potenziale der Energiewende im Rheinischen Revier. Nach deutlichen Fortschritten beim Ausbau der Erneuerbaren Energien rücken nun die wirtschaftliche Transformation, neue Wertschöpfung, eine verlässliche Datengrundlage sowie tragfähige Finanzierungsmodelle für die Kommunen in den Mittelpunkt.
Die Kommunen sind zentrale Treiber der Energiewende – hier wird sie konkret umgesetzt. Erneuerbare Energien eröffnen neue Möglichkeiten für zusätzliche kommunale Einnahmen. Zeitgleich stärkt verfügbare und bezahlbare Energie die Standortattraktivität für Unternehmen. Voraussetzung dafür sind verlässliche Rahmenbedingungen sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier: „Der Gigawattpakt ist jetzt schon ein Erfolgsmodell: Er hat den Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region deutlich beschleunigt. Von den angestrebten fünf Gigawatt Erzeugungsleistung bis Ende dieses Jahrzehnts sind über 90 % bereits heute erreicht. Jetzt gilt es, diesen Erfolg konsequent fortzuschreiben und aufzuzeigen, mit welchen wirtschaftlichen Vorteilen dies verbunden ist.“
Dr. Bialek-Gregory, wissenschaftliche Geschäftsführerin EWI: „Für das Rheinische Revier wird entscheidend sein, ob es gelingt, den Strukturwandel von einem energiepolitischen Projekt zu einem regionalen Entwicklungsprojekt weiterzuentwickeln. Aus regionalökonomischer Perspektive besteht die eigentliche Aufgabe nicht im Ersatz der Kohleverstromung, sondern im Aufbau neuer Wertschöpfungssysteme, die Beschäftigung, Innovation und öffentliche Einnahmen langfristig sichern.“
Antje Kruse, Fachbereichsleiterin Fachzentrum Klima NRW des LANUK: „Die Energiewende im Rheinischen Revier braucht Transparenz, denn sie schafft Vertrauen in die Planung und den Ausbau. Eine verlässliche, datenbasierte Grundlage ist dafür entscheidend. Der Energieatlas liefert diese mit kommunenscharfen Daten zum Stand der Energiewende.“
Franz-Josef Türck-Hövener, Technischer Beigeordneter der Stadt Herzogenrath und Vorsitzender der KlimaRegion Aachen eG: „Die Kommunen sind wichtige Treiber der Energiewende, derzeit stehen die Kommunen jedoch vor existenziellen Herausforderungen, da die Finanzierung der kommunalen Haushalte nicht mehr gesichert ist. Es ist daher umso wichtiger diverse Finanzierungstöpfe bereitzustellen, damit die Kommunen ihre Infrastruktur zukunftsfähig gestalten können.“




