
So werden aus Parkplätzen Solarkraftwerke - Parkplatz-PV der NEW AG in Mönchengladbach
Parkplätze verfügen vor allem im urbanen Raum wertvolle und bislang wenig genutzte Potenziale, um großflächige Photovoltaikanlagen zu installieren. Dabei bieten sie gegenüber klassischen Freiflächen-Photovoltaikanlagen einige zusätzliche Vorteile:
- Bereits genutzte Flächen werden effizient doppelt genutzt.
- Das Dach aus Photovoltaikmodulen bietet Fahrzeugen und Menschen Wetterschutz.
- Der produzierte Strom kann häufig direkt in umliegenden Gebäuden verbraucht werden.
- Der Direktverbrauch des erzeugten Stroms bringt Kostenvorteile, da Netzkosten gespart werden können.
„Parkplätze sind wertvolle Flächen, die für mehr genutzt werden können, als nur zum Abstellen von Autos. Das Praxisbeispiel der NEW hebt Vorteile der Doppelnutzung sowie der Direktversorgung von Bürogebäuden und Ladeinfrastruktur eindrucksvoll hervor“, Niklas Hausemann, Referent Photovoltaik, NRW.Energy4Climate
Der Mitarbeitendenparkplatz der NEW AG
Die Parkplatz-Photovoltaikanlage verfügt über eine Gesamtleistung von 219 kWp auf einer Fläche von ca. 800 m2. Die Unterkonstruktion besteht aus Stahl und ist mithilfe von Schraubfundamenten im Boden verankert.
Auf dieser Basis befindet sich eine Holzkonstruktion, die zusammen mit Stahlblechen den „Dachstuhl“ bildet. Als Dachhaut dienen die Solarmodule selbst, wodurch eine geschlossene, funktionale Dachfläche entsteht.


Die Anlage ist in einer flachen Nord-Süd-Ausrichtung aufgebaut, um eine möglichst gleichmäßige Sonnenausnutzung über den Tagesverlauf zu gewährleisten.
Der produzierte Strom kann fast vollständig durch das Laden von Elektrofahrzeugen sowie durch das anliegende Bürogebäude selbstverbraucht werden.
Erneuerbare Energien und E-Mobilität zusammengedacht
Die Photovoltaikanlage bietet eine umfangreiche Ladeinfrastruktur: Rund 50 AC-Ladepunkte und zwei DC-Schnellladepunkte, die sich sowohl unter als auch in der Nähe der Photovoltaikanlage befinden, werden direkt mit Solarstrom versorgt.
Durch Smart Charging kann Überschussstrom effizient zum Laden der Fahrzeuge genutzt und somit die Eigenverbrauchsquote des Solarstroms maximiert werden.

Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung waren u.a. lange Lieferzeiten der Mittelspannungsschaltanlage. Weitere Maßnahmen neben der eigentlichen Photovoltaikanlage waren die Installation einer separaten Trafostation samt Mittelspannungstrasse zum Gebäude, die Umgestaltung des Parkplatzes sowie die Einrichtung der Ladeinfrastruktur.
Das Beispiel der NEW AG in Mönchengladbach zeigt, wie auf einem Mitarbeitendenparkplatz eine beachtliche Anlagenleistung gemeinsam mit Ladeinfrastruktur installiert werden kann und das Unternehmen damit ein sichtbares Statement für die Energiewende und nachhaltige Mobilität im Rheinischen Revier setzt.

Mehr zum Thema in unserer Parkplatz-PV-Broschüre!
Weitere Informationen zur Planung und Umsetzung von Parkplatz-PV-Anlagen finden Sie in unserer Broschüre. Sprechen Sie uns auch gerne an, falls wir Sie unterstützten können!




